Mit Tradition in die Zukunft…….

…..3 Generationen arbeiten zusammen harmonisch unter einem Dach!

Im Oktober 1881 erteilte der königliche Kirchspielvogt in Bordesholm dem Fleischermeister

August Reese die Genehmigung, an dieser Stelle sein Handwerk auszuüben.

 

August Reese richtete sich ein Schlachthaus mit einer Winde ein. Geschlachtet wurden hauptsächlich Rinder, Kälber und Schafe. Schweine wurden zur damaligen Zeit bei der Dörflichen Bevölkerung direkt am Haus geschlachtet. Sie versorgten sich somit selbst mit Schweinefleisch, Wurst, Speck und Schinken. August Reese fuhr mit der Bahn und noch 2 Männern nach Husum zum Ochsenmarkt. Dort kaufte er ca. 30 Rinder, natürlich die fettesten die es gab, weil Fett schließlich teurer war als Fleisch. 

Die Rinder wurden in Etappen zu Fuß nach Negenharrie getrieben. Dort wurden die Tiere dann nach und nach geschlachtet. Seine Kunden waren die Bauern und Dorfbewohner, aber auch die Güter Bothkamp und Bokhorst, welche Großküchen unterhielten und in der Ernte bis zu 200 Erntehelfer verpflegten.

 

Sein Sohn Heinrich Reese hatte inzwischen in Neumünster das ehrwürdige Schlachthandwerk gelernt. Um sich Beruflich Fortzubilden, ging er im Anschluss auf Wanderschaft, von Hamburg über Hannover und Köln nach Frankfurt am Main.

 

 

1918 hatte Heinrich Reese dann den Betrieb von seinem Vater übernommen. Er schaffte sich Fleischereimaschinen an, einen Wolf, einen so genannten Cutter und eine Füllmaschine. Er versorgte mit Pferd und Wagen die ländliche Bevölkerung mit Fleisch und Wurstwaren.

1921 heiratete Heinrich Reese die schöne Helene Havemeister aus Prasdorf.

1929 kaufte er eine ca. 4 ha große Koppel, welche ais Futterfläche und Getreide genutzt  wurde.

Da die Ehe Kinderlos geblieben war, bemühte er sich um einen Nachfolger. Bedingung war eine Schlachterlehre. So fand Schließlich er in dem jüngsten Sohn seines Schwagers, Heinrich Einfeld aus Kleinharrie, jemanden der sich dazu bereit erklärte.

 

Werner Einfeld lernte 1941-1942 in Neumünster das Fleischerhandwerk. Nach dem Militär und der Gefangenschaft lernte er bei seinem Onkel in Negenharrie das letzte Lehrjahr zu Ende.

 

Nachdem Werner Einfeld seine Frau Anneliese, geb. Rehder, aus Gnutz im Dezember1952 geheiratet hatte, und zur selben Zeit die Meisterprüfung gemacht hatte, konnte er am 01.05.1954 den Betrieb übernehmen.

Es waren anfänglich schwere Jahre, aber mit den Erträgen aus der Landwirtschaft zusammen, kam man schon über die Runden.

1958 hatte er das Schlachthaus vergrößert und neue Maschinen angeschafft.

1966 wurde der Laden umgebaut und 1974 auch neue moderne Kühlräume eingebaut.

 

Die  Kinder Rita und Heinrich blieben beide dem Berufsstand treu. Rita hatte Fleischereifach- verkäuferin gelernt und Heinrich den Beruf des Fleischers.

 

1978 machte Heinrich Einfeld seine Meisterprüfung.

 

1979 wurde der Laden vergrößert und eine neue Verkaufstheke angeschafft.

 

Ab 1982 lief der Betrieb unter dem Namen Fleischerei W. Einfeld & Sohn Gbr..

Heinrich Einfeld heiratete 1984 Carmen geb. Eggers aus Trappenkamp. Um sich der Zeit anzupassen und den EU-Auflagen gerecht zu werden, hatte man sich entschlossen 1989 den alten Betrieb abzureißen und neu aufzubauen.  Der gesamte Bau umfasst ein Schlachtviehstall, ein separates Schlachthaus, einen Rinder- und Schweinekühlraum, einen Pökelraum, einen Gefrierraum, einen Zerlege- und Produktionsraum sowie Büro- und Sozialraume für die Mitarbeiter. 

Um die eigenen Weideflächen Optimal zu nutzen, züchtet Heinrich Einfeld Angus Rinder in Mutterkuhhaltung.

 

1991 wurde die vorhandene Räucherei vergrößert. Die Ladenvergrößerung mit neuem Tresen war 1995 das vorläufig letzte Bauvorhaben.

 

Beide Kinder Sina und Matthias, haben denselben Weg eingeschlagen wie die Eltern und die Großeltern zuvor. Sina Einfeld wird ihre Ausbildung als Fleischerin im Jahre 2007 beenden. Matthias Einfeld ist gelernter Fleischer und wird noch in diesem Jahr die Meisterschule besuchen. Beide Kinder haben von klein auf gespürt, dass Arbeit keine Belastung sein muss, sondern auch Freude und Erfüllung bedeuten kann.

                                                                                                                                   2006

Mit Tradition in die Zukunft…….

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